Corona-Informations-System

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die Landeskliniken werden aktuell unter hoher Risiko- bzw. Sicherheitsstufe geführt. Was dies zu bedeuten hat, wurde bereits über den Krisenstab und im Intranet kommuniziert. Ich möchte an dieser Stelle einige wenige Punkte hervorheben:

  • Genereller Einsatz von FFP 2 Masken bei Patientenkontakt, bei Maßnahmen am Atemweg bzw. Aerosolbelastung bitte FFP 3 Maske und Brille bzw. Visier.
  • Seit 2.11. Besuchsverbot im Klinikum. Für uns bedeutet dies die Rückkehr zum bereits im Frühjahr umgesetzten Vorgehen (telefonische Auskunft)
  • Die Morgenbesprechung der Anästhesie ist in den zentralen Aufwachraum übersiedelt (stapelbare Sitzgelegenheiten sind organisiert), der Bereich Unfall-/Neurochirurgie trifft sich im Aufwachraum Haus B.
  • Die Morgenbesprechung der Intensivstation darf nur von den absolut notwendigen Mitarbeitern frequentiert werden. Bitte den Mindestabstand von 1m zu beachten.
  • Die Aussendung des Personaleinsatzplans via WhatsApp Gruppe ist reaktiviert, auch unsere Website wird weiterhin aktualisiert. Hier findet Ihr aktuelle Literatur, sowie im internen Bereich die SOPs des Hauses und der Abteilung etc.
  • Die Reduktion des Elektivprogramms wird seitens des Krisenstabs bedarfsorientiert eingesteuert, die veränderte Bettenbelegung wurde bereits kommuniziert.
  • Die PCR Tests wurden ausgeweitet, auch Antigen- sowie Antikörpertests sind verfügbar. Informationen zur differenzierten Indikationsstellung sind im Wissensordner bzw. im Intranet verfügbar.
  • Die Reanimationsschulungen bleiben (in modifizierter Form) aufrecht, die Montag-Morgen Fortbildung (ebenfalls im Aufwachraum) wird ihren Schwerpunkt auf die internen SOPs ausrichten. Die geplanten SimTrainings bleiben (ebenfalls in Abstimmung mit der LGA) aufrecht.

In der Therapie von COVID-19 gibt es ebenfalls noch keinen wirklichen Durchbruch zu vermelden – zwar hat man inzwischen viel über unterschiedliche Verlaufsformen der Erkrankung und die jeweils notwendigen Beatmungsstrategien gelernt, die Problematik der Gerinnungsstörung verstanden sowie die mit der Erkrankung assoziierten Schädigungen von Herz, Gehirn, Leber und Niere analysiert. Aktuelle Empfehlungen, auch seitens unserer Fachgesellschaft, wie auch die eben publizierten S1-Leitlinien stellen im Wesentlichen auf einen symptomatischen Therapieansatz ab. Aktuell gibt es mit Ausnahme von Dexamethason (bei beatmeten Patienten) und Remdesivir (in der Frühphase) wenig Neuerungen.

Besonders wichtig ist mir persönlich der Schutz unseres Personals: ich appelliere daher an dieser Stelle, alle diesbezüglichen Maßnahmen genau zu befolgen, insbesondere das An- und Ablegen der Schutzkleidung (im 4-Augen-Prinzip) bei der Betreuung von an COVID-19 Erkrankten bzw. von Patienten mit unklarem Infektionsstatus. Unsere Vorbereitungen in der Intensivmedizin beruhen auf internationalen Empfehlungen wie auch auf unseren während der Lock-Down Phase gemachten Erfahrungen. Ich bin davon überzeugt, dass sich unser Team den neuen Herausforderungen in adäquater Weise wird stellen können. In diesem Sinne möchte ich mich bei allen Mitarbeitern unserer Abteilung für Ihre Wachsamkeit und Sorgfalt bedanken, die dem Haus auch in schwierigen Phasen einen effizienten Klinikbetrieb ermöglicht. Wir werden weiterhin unsere für die Krise eingerichteten Instrumente (Website und WhatsApp Gruppe) wie auch das interne Mailing nutzen, um Informationen rasch verfügbar zu machen.

Bleiben wir gemeinsam wachsam, informiert – und gesund.

H. Trimmel                                                                                                        10.11.2020